Ausgabe 3 / 2015

Magazin PORTRAIT Ausgabe 03/2015„Kunst ist der Statthalter der Utopie.“

Walter Benjamins Utopie ist jenes Nirgendland, in dem wir eine ideale Gesellschaft errichten, der Ort jenseits der Welt, in dem unser Hoffen und Wollen ein versöhnliches Zuhause findet. Allerdings ist Utopia kein romantisiertes Phantasiegebilde, es beinhaltet zwangsläufig auch die kritische Reflektion des Hier und Jetzt.

Utopie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen herrschenden und idealen Umständen. Kunst als ihr Statthalter ist also immer eine Grenzüberschreitung, ist nie bequem oder harmlos. „Kunst muss Wellen schlagen, um Veränderungen zu bewirken“, wie Markus Kupferblum sagt.

Wenn Cecily Corti beharrlich an der Utopie ihres Vinzidorfes arbeitet, wenn Zeno Stanek die über jedes menschliche Maß hinaus beschleunigte Zeit für ein paar Stunden bremsen will, wenn Christine Nöstlinger nicht um jeden Preis ein versöhnliches Ende herbeischreibt, wenn Amra Bergman-Buchbinder in der Kunst den Ort findet, an dem ein Pass nichts bedeutet, dann weben sie alle mit an dem Stoff, aus dem Utopie gemacht ist.

Editorial der Ausgabe 3 / 2015

 


 

Gesprächspartner der Ausgabe 3 / 2015

  • Christine Nöstlinger
  • Cecily Corti & Alexander Hagner
  • Teresa Präauer
  • Hubert Schmalix
  • Amra Bergman-Buchbinder
  • Zeno Stanek
  • Markus Kupferblum
  • Peter WesenAuer

 

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