Ausgabe 5 / 2016

Cover5.2016„Irrwege erhöhen die Ortskenntnis.“

Die Irrwege, die Wendelin Schmidt-Dengler meint, sind die Wege des Ausprobierens, die Offenheit für Veränderungen, die Abweichungen vom vorgezeichneten Pfad, das gedankliche und vor allem ganz real gelebte Neuland, die Bildung, Kunst und geglücktes Leben erst möglich machen.

Wir bewegen uns immer in diesem Spannungsfeld zwischen Wirklichkeitsform und Möglichkeitsform – schon unsere Sprache unterscheidet hier ganz präzise, wie Michael Köhlmeier es bemerkt – zwischen beruhigend Vertrautem und der Sehnsucht nach Veränderung, nach nicht ein für alle Mal festgelegt zu sein.

Erst das Verlassen der eindeutig markierten Wege öffnet den Horizont, lässt Wahrheit für das eigenen Leben entstehen, macht kreatives (sich selbst) Ausprobieren möglich. Erst die Irrwege belohnt uns reich mit Finden, mit Er-finden – und eben mit größerer Ortskenntnis auf der Landkarte des eigenen Selbst.

Editorial der Ausgabe 5 / 2016

 


 

Gesprächspartner der Ausgabe 5 / 2016

  • Michael Köhlmeier
  • Konrad Paul Liessmann
  • Eva Badura-Triska
  • Günter Brus
  • Elisabeth Menasse-Wiesbauer
  • Christoph Keller
  • Kristin Lewis
  • Julia & Christina Urschler

 

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